22. Aug. 2018

„Niederstetten ist wichtig für die Truppe“

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v.l. Herr Oberstleutnant Guido Möller (stellv. Regiments Kommandeur), 1. Landesbeamte Herr Dr. Ulrich Derpa, Herr Oberst Peter Göhringer (Regiments Kommandeur), Frau Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, stellv. Bürgermeister Wolfgang Dornberger (Stadt Niederstetten) und Oberbürgermeister Udo Glatthaar (Stadt Bad Mergentheim). v.l. Herr Oberstleutnant Guido Möller (stellv. Regiments Kommandeur), 1. Landesbeamte Herr Dr. Ulrich Derpa, Herr Oberst Peter Göhringer (Regiments Kommandeur), Frau Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, stellv. Bürgermeister Wolfgang Dornberger (Stadt Niederstetten) und Oberbürgermeister Udo Glatthaar (Stadt Bad Mergentheim). ©Foto: Bundeswehr/Martin Stollberg

Bundeswehr - Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte gestern das Transporthubschrauberregiment 30 / Lob für die Soldaten / Weitere Investitionen

„Das Regiment in Niederstetten ist ein Pfund für die Bundeswehr, sehr wichtig, und erfährt in der Region eine große Gastfreundschaft“, stellte Ursula von der Leyen gestern bei ihrem Besuch fest.

Die traditionelle Sommerreise der Bundesverteidigungsministerin führt dieses Jahr wieder deutschlandweit in verschiedene Standorte. Gestern Nachmittag war Niederstetten an der Reihe und das Transporthubschrauberregiment 30 „präsentierte sich von seiner allerbesten Seite“, so Ursula von der Leyen voll des Lobes. „Wir wissen, wie hochprofessionell hier gearbeitet wird“, sagte die Ministerin und kündigte weitere Investitionen in Höhe von 110 Millionen Euro vor Ort an. Sie würdigte auch die Gastfreundschaft in der Region. Die Bundeswehr werde hier wertgeschätzt „und wir haben hier ideale Standort- und Übungsbedingungen“, das mache den Standort unverzichtbar, so von der Leyen.

Die Ministerin schaute am Morgen in der Alb-Kaserne in Stetten am kalten Markt (Landkreis Sigmaringen) vorbei und reiste dann mit dem Hubschrauber weiter ins Vorbachtal. Sie lobte dort den Einsatz der Soldaten in Mali/Afrika im Rahmen einer einjährigen Mission und betonte, dass nun die Regeneration des Personals und des Materials sowie die Konzentration auf die Landes- und Bündnisverteidigung fortan im Mittelpunkt stünden. Der leichte Transporthubschrauber NH-90 habe sich im Einsatz bewährt, so von der Leyen, die auf Nachfrage von Pressevertretern auch einräumte, dass es viele „Kinderkrankheiten“ beim NH-90 gegeben habe.

DiStellv. Bürgermeister Wolfgang Dornberger und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ©Foto: Bundeswehr/Martin Stollberge Fähigkeiten des Regiments und des Transporthubschraubers wurden der Ministerin sowie Dr. Ulrich Derpa als Vertreter des Landrats, Bad Mergentheims Oberbürgermeister Udo Glatthaar, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Alois Gerig und dem stellv. Bürgermeister Wolfgang Dornberger als Vertreter von Niederstettens Bürgermeisterin Heike Naber in einer gut halbstündigen Präsentation von rund 60 Soldaten vorgeführt. Das „Absetzen“ von Fallschirmspringern im Flug, aber auch das Anlanden von Bodentruppen, das Heranbringen von Verstärkung, der Abtransport von Verletzten und der Lufttransport als Außenlast von leicht gepanzerten Kettenfahrzeugen vom Typ „Wiesel“ wurden eindrucksvoll gezeigt. Ebenso demonstrierte der Such- und Rettungsdienst (SAR), der zweite Auftrag des Regiments, die Rettung eines Soldaten mittels Seilwinde. Kommandeur Oberst Peter Göhringer kam ins Gespräch mit der Ministerin und auch rund 150 Soldaten – jeweils abseits der Öffentlichkeit.

Ursula von der Leyen zollte den Soldaten für ihren Einsatz Respekt und Anerkennung und versprach, sich um eine gute persönliche Ausstattung der Soldaten zu allererst zu kümmern, danach stünden das Mega-Thema Digitalisierung und dann die vielen großen Rüstungsprojekte auf ihrer Agenda. Die Ministerin kündigte an, dass es bald eine Entscheidung über das Nachfolgemodell für den leichten Unterstützungshubschrauber geben soll.

Auf die Einsatzbereitschaft der neuen NH-90-Flotte angesprochen, überließ sie Kommandeur Göhringer das Wort. Dieser hob hervor, dass durch die eingesetzte „Task Force“, Maßnahmen ins Rollen kamen, die jetzt langsam bei der Truppe ankommen. „Die Ersatzteilversorgung hat sich wesentlich verbessert.“ Mittlerweile liege der Klarstand bei den Hubschraubern bei 50 Prozent, „Tendenz steigend“. Die Ministerin kündigte noch die Anschaffung eines modernen Flugsimulators zur besseren Ausbildung der Piloten direkt in der Hermann-Köhl-Kaserne an. Am Dienstag, den 21.08.2018 wird von der Leyen in Ulm erwartet, beim Multinationalen Kommando Operative Führung der Bundeswehr.

 

 ©Bericht: Sascha Bickel, Fränkische Nachrichten, Dienstag, 21.08.2018

Stellv. Bürgermeister Wolfgang Dornberger und
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen

©Foto: Bundeswehr/Martin Stollberg

 

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