Aktuelles aus der Stadt: Niederstetten

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Jahresrückblick 2020 und Jahresvorschau 2021

Artikel vom 15.01.2021

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürgern,

ein Jahr mit vielen nicht vorhersehbaren Entwicklungen liegt hinter uns. Doch auch unter diesen Gegebenheiten wurden Maßnahmen in unserer Stadt angestoßen, fortgeführt und abgeschlossen.

So wurde die Lange Gasse vom Schlossberg bis zur Albert-Sammt-Straße fertiggestellt. Es wurden Wasser- und Abwasserleitungen und sonstige Versorgungsleitungen erneuert bzw. neu eingebaut und Straße sowie Gehwege neu angelegt. Baulich bereits berücksichtigt wurde dabei die vorgesehene Errichtung einer Station des Tacheles-Pfades. Weitere Straßenbaumaßnahmen im Lerchenweg fanden ihren Abschluss. Auch hier wurden Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Straße und Gehweg erneuert. Durch Ringschluss der Wasserleitung von Austraße zu Bahnhofstraße wurde die Sicherheit der Wasserversorgung im nördlichen Stadtgebiet erhöht.

Große Fortschritte machte im vergangenen Jahr der Um- und Ausbau des Dorfgemeinschaftshauses Herrenzimmern. Bereits abgeschlossen wurde die Erschließung für das Feuerwehrgerätehaus Rinderfeld, welches im Feuerwehrbedarfsplan vorgesehen ist. Auf dessen Basis wurden zudem drei Fahrzeuge bestellt und teilweise bereits in den Dienst übernommen. Des Weiteren wurde die Planung für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) zwischen Sporthalle und Umschulungs- und Fortbildungszentrum (UFZ) beauftragt. Bei letzterem konnten im Jahr 2020 sowohl der Spatenstich als auch das Richtfest gefeiert werden. Mit der Fertigstellung ist im Herbst diesen Jahres zu rechnen. Das Projekt stellt eine der größten Baumaßnahmen der letzten Jahre in Niederstetten sowie eine Aufwertung des Bildungsstandorts dar.

Im Bildungszentrum fanden Renovierungsarbeiten statt. Schwerpunkte hierbei waren im ersten Bauabschnitt der Grundschulpavillon mit der dazugehörigen Mädchentoilette und der Biologiesaal sowie die Digitalisierung weiterer Klassenzimmer. Aus Fördergeldern des Digitalpaktes wurden Tablets für das Bildungszentrum beschafft. Diese Mittel wurden erheblich aufgestockt durch einen Eigenanteil der Stadt sowie Spenden sämtlicher Stadträte und Ortsvorsteher. Aus privater Initiative entstand mit Förderung aus dem LEADER-Programm ein Trimm-Dich-Pfad für Jung und Alt. Hierdurch erfuhr das Schlossberg-Areal eine sportliche Aufwertung.

Durch weitere Erschließungen im Industriegebiet Hohe Buche sind die Erweiterungsmöglichkeiten für einheimische Unternehmen geschaffen worden. Die Entwicklung lässt sich am Baufortschritt eines neuen Gewerbegebäudes erkennen.

An der Umgehungsstraße entstand im Laufe des abgelaufenen Jahres die neue Rettungswache des DRK-Kreisverbandes Bad Mergentheim. Sie wurde in der Woche vor Weihnachten in Betrieb genommen und ist rund um die Uhr mit einem Rettungswagen in Betrieb. Dies verkürzt die Hilfsfristen für den Raum Niederstetten erheblich und stellt einen weiteren Baustein in der Notfallrettung dar. Die Erstellung der Außenanlage war vertragsgemäß Aufgabe der Stadt. Die Arbeiten wurden durch den Bauhof vorbildlich ausgeführt.

Die Corona-Pandemie ging neben den gesundheitlichen Auswirkungen der Betroffenen auch am kompletten öffentlichen Leben in Niederstetten nicht spurlos vorbei. Nachdem der Rossmarkt 2020 noch im gewohnten Rahmen stattfinden konnte, mussten unter anderem der Genießermarkt, das Freilichttheater im Tempele, das Herbstfest, der Weihnachtsmarkt und viele weitere Veranstaltungen abgesagt werden. Um die Schule und die Kindergärten in der Notbetreuung bzw. im Fernunterricht oder unter besonderen Hygienemaßnahmen betreiben zu können, war ein immenser Verwaltungsaufwand bei Kindergarten- und Schulleitung sowie in der Stadtverwaltung erforderlich. Nicht minder betroffen waren und sind immer noch Gastronomie, Handel und Gewerbe, welche die weitere Unterstützung von uns allen verdienen. Gemeinsam ist uns zudem die Hoffnung auf eine Wiederbelebung der Vereinsaktivitäten.

Eine zusätzliche Herausforderung für Kommunalpolitik und Verwaltung in Niederstetten stellte die Situation im Zusammenhang mit den Frau Bürgermeisterin Naber betreffenden Verfahren dar, deren jeweiliger Abschluss abzuwarten ist und zeitlich noch nicht abgeschätzt werden kann. Seit Dezember obliegt aufgrund der andauernden Abwesenheit von Frau Bürgermeisterin Naber die Führung der Amtsgeschäfte gemäß Gemeindeordnung dem ehrenamtlichen ersten stellvertretenden Bürgermeister sowie rathausintern der Stellvertreterin im Amt (Fr. Olkus-Herrmann). Zusätzliche Unterstützung wird durch die drei weiteren ehrenamtlichen Bürgermeister-Stellvertreter geleistet. Somit ist neben der kontinuierlichen Fortführung der Arbeit in der Stadtverwaltung auch die weitere Entwicklung der Gesamtstadt gewährleistet.

Eine der ersten Maßnahmen war bereits der Abschluss der Verträge mit dem Architekten und den Ingenieuren für die weitere Planung des Feuerwehrgerätehauses Rinderfeld. Besonders beschäftigen wird den Gemeinderat und die Verwaltung der Bau des ZOB im Zusammenhang mit der Erstellung der Außenanlage des UFZ.

Weitere Themen sind unter anderem Digitalisierung und Baumaßnahmen am Bildungszentrum, Innenentwicklung, Schaffung und Modernisierung von Wohnraum und Bereitstellung von Baumöglichkeiten sowohl in der Kernstadt als auch in den Teilorten, Entscheidung über die Zukunft des „Hirschen“ und der Nachbargebäude einschließlich Einleitung der dazu erforderlichen Schritte. Die Umsetzung des Tacheles-Pfades zum Gedenken an Pfarrer Hermann Umfrid ist für 2021 ebenfalls schrittweise vorgesehen. Es liegen bereits Spendenzusagen im mittleren fünfstelligen Bereich vor. Die Daten der Spendenkonten werden in Kürze veröffentlich. Auf den städtischen Friedhöfen sollen alternative Bestattungs- und Grabformen geschaffen werden. Im Abwasserbereich werden die Ergebnisse von Kanalplan und Strukturgutachten erwartet, woraus sich künftige Maßnahmen ergeben werden. All diese Aufgaben verlangen einen sorgfältigen Umgang mit den Finanzen der Stadt, welche bedacht und zielorientiert eingesetzt werden müssen.

Die im Rückblick und Ausblick aufgezeigten Themen stellen lediglich einen Ausschnitt der abgeschlossenen und künftigen Maßnahmen dar. Viele weitere Aufgaben werden mit dem Engagement aller Beteiligter in Angriff zu nehmen sein.

In diesem Sinne freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten aus der Verwaltung, dem Gemeinderat einschließlich Ortsvorstehern, den Unternehmen, der Bundeswehr, den Vereinen und Organisationen sowie den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt.

Ich wünsche Ihnen allen ein gutes neues Jahr, Gesundheit und ein gutes gesellschaftliches Miteinander. Auf hoffentlich bald wieder mögliche persönliche Begegnungen und öffentliche Veranstaltungen freue ich mich.

Ihr
Harald Dietz
1. stellvertretender Bürgermeister