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Stadt Niederstetten

Elterngeld beantragen

Das Elterngeld ersetzt einen Teil des entfallenden Einkommens, wenn Sie nach der Geburt für Ihr Kind da sein wollen und Ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken.

Beantragen Sie Basiselterngeld oder ElterngeldPlus oder kombiniren Sie beides.
Entscheiden Sie, welcher Elternteil für welchen Zeitraum das Elterngeld in Anspruch nimmt. Geben Sie beides im Antrag an. Rückwirkende Zahlungen gewährt die L-Bank nur für die letzten drei Lebensmonate vor Antragseingang.

  • Basiselterngeld beziehen Sie innerhalb der ersten 14 Lebensmonate Ihres Kindes.
  • ElterngeldPlus können Sie auch über die ersten 14 Lebensmonate hinaus beziehen.

Für besonders früh geborene Kinder können Sie zusätzliche Elterngeldmonate bekommen, wenn das Kind ab dem 01.09.21 geboren ist.

Die L-Bank zahlt Elterngeld auch Elternteilen, die nicht erwerbstätig sind. Das Basiselterngeld für nicht Erwerbstätige beträgt mindestens 300 Euro monatlich, das Elterngeld Plus 150 Euro monatlich.

Verfahrensablauf

  • Starten Sie den Onlineantrag.
  • Füllen Sie die notwendigen Felder aus und schicken Sie Ihre Angaben ab.
  • Sie erhalten Ihre persönlichen Antragsunterlagen anschließend in das Postfach Ihres Servicekontos. Drucken Sie diese aus, unterschreiben Sie sie und schicken Sie den Antrag zusammen mit den erforderlichen Unterlagen an die L-Bank. Wenn Sie den Antrag nicht selbst ausdrucken können, können Sie ihn auch per Post erhalten.

Legen Sie im Antrag fest, wer von den beiden Eltern wann das Elterngeld beziehen möchte. Auch wenn nur ein Elternteil Elterngeld bezieht, müssen beide Elternteile unterschreiben.

Sie können auch zwei einzelne Anträge stellen. Dann muss jeder Elternteil in seinem jeweiligen Antrag angeben, für wie viele und welche Lebensmonate des Kindes er Elterngeld beansprucht.

Nach erfolgreicher Prüfung erhalten Sie einen Bescheid.

Das Elterngeld erhalten Sie zu Beginn jedes Lebensmonats Ihres Kindes, nicht jeden Monatsersten.

Beispiel: Ist Ihr Kind am 15. geboren, überweist die Bundeskasse das Geld am 15. jeden Monats.

In der Regel geht es 2 bis 3 Bankarbeitstage später auf Ihrem Konto ein.

Die L-Bank kann weder den Auszahlungstermin ändern noch einen Einmalbetrag auszahlen.

Ergeben sich während der Bezugsmonate Änderungen, beispielsweise weil Sie Ihre wöchentliche Arbeitszeit erhöhen oder reduzieren, müssen Sie dies der L-Bank mitteilen. Dies gilt auch, wenn Sie eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, beispielsweise eine geringfügige oder kurzfristige Tätigkeit. Die L-Bank prüft dann, ob Ihnen durch die Änderung zusätzliches Elterngeld zusteht oder ob Sie Elterngeld zurückzahlen müssen.

Fristen

Beantragen Sie das Elterngeld rechtzeitig. Rückwirkend können Sie es nur für maximal drei Lebensmonate erhalten.

Achtung: Entscheidend ist das Eingangsdatum des unterschriebenen Antrags bei der Elterngeldstelle.

Unterlagen

Wenn Sie alle Angaben gemacht haben, erhalten Sie eine auf Ihren Einzelfall zugeschnittene Unterlagenliste. Darin finden Sie alle Unterlagen, die Sie Ihrem unterschriebenen Onlineantrag beifügen müssen. Sie können im Prozess aktuell noch keine Dateien hochladen.

Kosten

keine

Sonstiges

Bei der für das Elterngeld maßgeblichen Einkommensberechnung zieht die L-Bank pauschale Beträge für Lohnsteuer, Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag sowie für Sozialabgaben ab.

Bei der Bestimmung der letzten 12 für die Einkommensberechnung maßgeblichen Kalendermonate berücksichtigt die L-Bank folgende Monate nicht:

  • Monate, in denen Sie Mutterschaftsgeld oder Elterngeld erhalten haben,
  • Monate, in denen aufgrund einer schwangerschaftsbedingten Erkrankung Ihr Einkommen gesunken ist oder
  • Monate, in denen Sie Wehrdienst oder Zivildienst geleistet haben.

Statt dieser Monate werden zusätzlich weiter zurück liegende Monate herangezogen.

Wenn Sie Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe beziehungsweise Kinderzuschlag beziehen, rechnet die L-Bank das Elterngeld auf diese Leistungen in der Regel an. Waren Sie vor der Geburt Ihres Kindes erwerbstätig, erhalten Sie einen Elterngeldfreibetrag. Der Elterngeldfreibetrag entspricht dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt und beträgt höchstens 300 Euro. Bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den genannten Leistungen anrechnungsfrei.

Das Elterngeld ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt, dass es in einem ersten Schritt Ihren steuerpflichtigen Einkünften hinzugerechnet wird, um Ihren Steuersatz zu ermitteln. Im zweiten Schritt wird dieser ermittelte Steuersatz auf Ihre steuerpflichtigen Einkünfte ohne das Elterngeld verwendet.

Für angenommene Kinder und für Kinder, die Sie mit dem Ziel der Annahme aufgenommen haben, erhalten Sie Elterngeld von dem Zeitpunkt an, an dem Sie das Kind in Ihren Haushalt aufgenommen haben. Nach dem 8. Geburtstag des Kindes können Sie in diesen Fällen kein Elterngeld mehr erhalten.

Zuständigkeit

die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank – (L-Bank)

Freigabevermerk

18.07.2022 Landeskreditbank Baden-Württemberg

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