Aktuelles aus dem Forstrevier Vorbach
Auf dieser Seite finden Sie Aktuelles zum Forstrevier Vorbach.
Zuständigkeiten
Frau Wirth betreut den Privatwald aller Teilorte außer Rüsselhausen und weiterhin den gesamten Kommunalwald der Stadt Niederstetten.
Herr Timo Renz betreut den Privatwald der Gemarkung Rüsselhausen.
Frau Carolin Keller ( geb. Aubele) betreut die Staatswalddistrikte Braunst ( Oberstetten), Stockholz ( nahe B290), Reckertsfelden ( nahe B290), Mönchswald ( nahe Hollenbacher See) Haldenholz ( Eichhof), Reisberg ( Adolzhausen)
Frau Waltraud Leinen betreut die Staatswalddistrikte Hohberg ( Oberstetten) , Mittelholz ( Wermutshausen), Hefte ( zw. Landturm Lichtel und Landturm Heimberg)
Die Kontaktdaten finden Sie auf dieser Seite.
A. Brennholz aus den Kommunalwald Niederstetten
Die neue Einschlagsaison hat bereits begonnen und die Gemeinde Niederstetten bietet den Brennholzinteressenten wieder Brennholz in bewährter Form an.
Brennholz lang (Polterholz):
Mit „Brennholz lang“ wird frisches Hartholz (Buche, Hainbuche, Esche, Ahorn, Eiche, Kirsche) bezeichnet, aufbereitet als lange, entastete Stämme oder Fixlängen und an Pkw-befahrbare Wege gerückt. Dort muss das Holz dann noch vom Käufer in ofenfertige Stücke gesägt und gespalten werden.
Für die bevorstehende Saison 2025/26 wurden die Preise marktangepasst gesenkt:
Buche, Hainbuche, Esche, Ahorn: 80€/Fm zzgl. 7% MwSt. (kann geringe Mengen von Weichlaub- oder Nadelholz enthalten)
Eiche, Kirsche, sonst. Hartlaubholz: 70€/fm zzgl. 7% MwSt. (kann geringe Mengen von Weichlaub- oder Nadelholz enthalten)
Weichlaub- und Nadelholz: 60€/fm zzgl. 7% MwSt.
Der bisherige Preisaufschlag für Kurzholz entfällt,
ebenso die Mengenbeschränkung von 15Fm je Käufer. Skontoabzug wird nicht gewährt.
Achtung: Neues Verkaufsverfahren!
Das Polterholz der Gemeinde wird ab dieser Saison nicht mehr wie gewohnt auf schriftliche Bestellung zugeteilt,
sondern ausschließlich über das Onlineportal www.holzfinder.de verkauft.
Auf diese Homepage werden alle Brennholzlose, sobald sie autoverladbar angerückt und vermessen sind, eingestellt und zum Kauf angeboten.
Der Kaufinteressent registriert sich auf diesem Portal und gibt über die Suchleiste die Gemeinde/den Bereich ein, wo er Holz erwerben möchte. Auf der sich parallel öffnenden Karte werden dann die zur Verfügung stehenden Lose im entsprechenden Suchraum angezeigt. Beim Klick auf ein Poltersymbol öffnet sich dann das jeweilige Brennholzpolter mit Foto, Preisberechnung und genauerer Beschreibung. Der Kunde kann dann sofort den Kauf tätigen und erhält die Rechnung per E-Mail.
Damit ist der Kauf abgeschlossen – gleichzeitig wurden seitens des Kunden die AGB und die Datenschutzgrundverordnung akzeptiert und bestätigt.
Weggefallen ist allerdings die Gewähr, nach erfolgter, schriftlicher Bestellung auch entsprechendes Polterholz in gewünschter Umgebung und Menge zu bekommen.
Deshalb ist es ratsam, bei Kaufinteresse sich regelmäßig im Holzfinderportal über aktuelle Brennholzangebote zu informieren.
Ergänzend dazu werden nachfolgend die Waldorte bekanntgegeben, wo in dieser Holzeinschlagssaison Brennholzpolter zum Verkauf angeboten werden:
Distrikt Wasen Wildentierbach beim Biotop Kitzenloch Esche /Eiche
Distrikt Eichle (Wald gegenüber Industriegebiet Hohe Buche) nur kleine Menge Bu/Ei
Distrikt Weidensee Rinderfeld Eiche/Roteiche/Esche
Postweg Adolzhausen alles Esche
Vorbachzimmern (Richtung Rehhof und Richtg. Pfitzingen) alles Eschen
Kleinere Mengen Eiche/ Roteiche liegen noch vom März 25 in Pfitzingen und in Ebertsbronn
Aufgrund des hohen Schadholzanfalls in den Eschenbeständen, kann in diesem Jahr so gut wie keine Buche angeboten werden – hier fallen nur Minimengen an.
Dieses neue, digitalisierte Verkaufsverfahren trägt wesentlich zur Verringerung des enormen Verwaltungsaufwands beim Brennholzverkauf bei! Die Holzverkaufsstelle bittet die Brennholzkundschaft deshalb um Verständnis, dass ein Brennholzerwerb über das bisherige, schriftliche Verfahren nicht mehr möglich ist.
Bei weiteren Fragen zum Brennholzerwerb:
Forstrevier Vorbach
Revierleiterin Wirth Edeltraud
Mobil 0175/2247328
E-Mail: edeltraud.wirth(@)main-tauber-kreis.de
Dienstzeiten: Mo-Fr von 8.00-14.00 Uhr durchgehend
Flächenlose
Die Lose werden in den genannten Distrikten anfallen und wie gewohnt wieder an öffentlichen Versteigerungsterminen angeboten. Datum und Ort werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Zum Verkauf kommen Kronenholzlose und 2 Durchforstungslose aus Eiche/ Linde (1x in Wolkersfelden und 1x in Wermutshausen)
Auch für die Aufarbeitung von Flächenlosen ist mittlerweile in den öffentlichen Wäldern der Nachweis eines Motorsägenkurses zwingend erforderlich.
Weitere Restriktionen werden bei den Verkäufen bekanntgegeben.
B. Privatwaldinfo: Holzeinschlag in der kommenden Saison
C.1. Holzmarkt
Aufgrund des Witterungsverlaufs sind diesen Sommer im Nadelholz nicht die erwarteten Schadholzmengen angefallen. Der Markt für Fichte/Tanne hat sich stabilisiert und die Nachfrage der Sägewerke nach Holz steigt. Die Preise bewegen sich auf gutem Niveau (105€+/fm für Fichte frisch), für Käfermischlose werden 15-20€/fm weniger bezahlt.
Palettenware ist gut nachgefragt, der Schwachholzmarkt dagegen ist gesättigt und größere Mengen sind schwierig absetzbar bzw. nur zu schwachen Preisen.
Die Nachfrage nach Douglasien- und Lärchenstammholz ist z.Zt. bei guten Preisen (ca. 110€/fm) stabil, die nach Kiefer und Schwarzkiefer verbessert sich im Sog der steigenden Nachfrage nach Fichte ebenfalls (ca. 70-75€/Fm)
Beim Laubholz zeichnen sich gerade folgende Tendenzen ab:
Bei der Eiche ist die Nachfrage nach frischem, v.a. stärkerem Säge-, Fass- und Furnierholz gut. Auf den Einschlag schwächerer, astiger Sortimente sollte weitgehend verzichtet werden, sofern nicht waldbaulich notwendig (z.B. Auflichtung von Naturverjüngung). Insektenbefallene Hölzer werden wohl, wie letztes Jahr auch, kaum Interessenten finden.
Der Absatz für (noch nicht zu stark geschädigtes=verfärbtes) Eschenholz ist stabil und geht zu ordentlichen Preisen v.a. in den Export. Hier sollten die Kronen jetzt begutachtet und die geschädigten Bäume vor Laubfall markiert werden.
Bei der Buche ist die Nachfrage nach weißem, unverkernten Holz hoch. Hier gehen die Preise
nach oben. Für vorgeschädigtes Buchenholz werden jedoch nach wie vor nur Preise auf Brennholzniveau bezahlt.
Auch für gute, stärkere Hainbuche sind Absatzmöglichkeiten gegeben, jedoch muss hier eine Mindestmenge anfallen.
Vom Einschlag des sonstiges Buntholzes wie Roteiche, Ahorn, Linde oder Kirsche ist bis auf Weiteres mangels Nachfrage abzusehen. Ausnahmen bilden hier einzelne, außerordentlich starke Wertholzstämme. Dies ist aber besser im Voraus mit den Revierleitern abzustimmen.
Allgemein ist schwaches Laubstammholz (Mittenstärke < 37cm) eher weniger gefragt.
Die Nachfrage nach Laubindustrieholz Buche + Esche ist bei etwas zurückgehenden Preisen normal, Eichenindustrieholz ist kaum gefragt. Ebenso sind die Brennholzhersteller gut bevorratet und halten sich mit größeren Einkäufen zurück. Der Laub-Industrieholzmarkt bleibt angespannt.
C.2. Holzaufarbeitung und Bereitstellung
Laubstammholz, welches zum Einschlag vorgesehen wird und vermarktet werden soll, sollte möglichst schon zu Anfang der Saison (Okt-Dez) bereitgestellt werden. Das anhängende Industrie- und Kronenholz kann zu einem späteren Zeitpunkt aufbereitet werden. Sortimente und Aushaltung können beim zuständigen Förster erfragt werden. Wertvolle Laubhölzer können über die Wertholzsubmission Taubertal vermarktet werden (Bereitstellung wegen Beifuhr zum Submissionsplatz bis spätestens Anfang Dez!). Nadelholzsortimente können laufend angeboten werden, einzelne Kleinmengen unter 15fm sind an die Sammellagerplätze zu transportieren. In Adolzhausen bitte am Sammellagerplatz auf Höhe der Wiese ( alter Sportplatz ) erst mal nichts ablegen – hier möglichst ab Waldrand ablegen!
Grundsätzlich ist es immer ratsam, vor Einschlagsbeginn sich zur Marktlage und aktuellen Aushaltungsbedingungen bei den zuständigen Förstern zu informieren. So können beispielsweise Hiebe besser koordiniert werden.
Zur Vermeidung von Kleinmengen können Sie sich auch mit Ihren Waldnachbarn abstimmen, um durch einen gemeinsamen Holzeinschlag die Mindestmenge zu erreichen. Oder Ihre Stämme zu den Hölzern des Stadtwaldes dazulegen – wie es sich bereits in den Vorjahren bewährt hat.
Bei Anfall von größeren Mengen kann das Forstamt Einschlagsunternehmer vermitteln oder auch den Einschlag organisieren. Dazu sollte jedoch der Bedarf frühzeitig beim zuständigen Förster angemeldet werden.
Insbesondere die Räumung von Schadholzflächen mit Vollerntemaschine ist oft die bessere, sauberere und günstigere Alternative zur zeitaufwändigen, schweren Aufarbeitung per Hand mit Motorsäge.
Für weitere Fragen stehen das Forstamt und die zuständigen Revierleiter gerne zur Verfügung.
C.3. Forstschutzsituation
Die Käfersituation im mittleren Taubertal ist durch den sommerlichen Witterungsverlauf zur Zeit entspannt.
Auch gibt es in unserem Raum immer weniger gesunde, zusammenhängende Fichtenbestände,
die von Borkenkäfern befallen werden können. Trotzdem ist es nach wie vor wichtig, Käferkontrollen zumindest in noch intakten Fichtenbeständen in den nächsten Wochen immer wieder durchzuführen! Allein schon der schnelle Einschlag, um das befallene Holz in noch guter Qualität auf den Markt zu bringen, lohnt den Aufwand!
Abgestorbene Eichen sind oft die Folge von Befall durch den Eichenprachtkäfer.
Wird ein Insektenbefall (festzustellen i.d.R. durch Bohrlöcher in der Rinde, stark verlichtete Krone, schwarzer Schleimfluss an der Rinde) bei geschwächten Eichen erkannt, den Baum ebenfalls möglichst schnell einschlagen und das befallene Holz aus dem Eichenbestand entfernen.
Leider ist derart befallenes Holz meist nicht verkäuflich, da es schon Dürreschäden aufweist.
Ganz starke und frisch entdeckte Stämme zeigen Sie trotzdem erst noch dem zuständigen Förster vor, bevor Sie Brennholz daraus machen.

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